Das Archiv führt zusammen, was die Familien hinterlassen haben — Personen, Daten, Briefe, Photographien und Dokumente. Sammeln, ordnen und weitergeben, was sonst verloren geht.
Häuser, Geld und Besitz können wir vererben — dafür gibt es klare Wege.
Familiengeschichte aber lässt sich nicht auf diese Weise weitergeben. Sie kennt keinen Vollstrecker und kein Grundbuch. Sie verteilt sich über Generationen auf immer mehr Haushalte, fällt bei jeder Wohnungsauflösung auseinander — ein Album landet hier, ein Stapel Briefe dort, eine Schachtel mit Fotos auf dem Sperrmüll. Wenn niemand sie aktiv zusammenhält, verschwindet sie — leise, über zwei, drei Generationen, ganz von selbst.
Was wir jetzt zusammentragen, bleibt. Für unsere Kinder, deren Kinder und alle, die später einmal wissen wollen, woher sie kommen. Es ist nicht eine private Sammlung, sondern etwas, das der ganzen Familie gehört — das einzige Erbe, das wir uns gemeinsam erst noch schaffen müssen, weil es uns niemand fertig hinterlässt.
Das Archiv lebt vom Beitragen — jedes Foto, jede Erinnerung, jede Korrektur macht es vollständiger. Persönliche Erinnerungen, Familienfotos und Schubladen-Papiere findet kein Archiv — die gibt es nur in den Haushalten der Familie selbst.
Willkommen ist alles, was zur Familiengeschichte beiträgt: Erzählungen (was über die Jahre weitergegeben wurde, was bei Familienfeiern zur Sprache kam), Dokumente (Urkunden, Familienstammbücher, Ahnenpässe, Briefe, Postkarten, Zeugnisse, Wehrpässe), Fotos (jeden Alters, auch unbeschriftete) und Daten (Geburten, Heiraten, Wohnorte, Berufe).
Wer nicht selbst aktiv mitwirken möchte, kann einfach Material zusenden. Ein Handy-Foto eines Dokuments reicht, Stichworte am Telefon helfen ebenfalls — nichts muss „vorbereitet" werden. Alles wird sorgfältig gesichtet und eingearbeitet.
Für lebende Personen werden Daten selbstverständlich vertraulich behandelt. Sensible Inhalte sind im Archiv geschützt, nichts wird ohne Rücksprache veröffentlicht.
Bei der Arbeit am Familienarchiv unterstützt KI an vielen Stellen — beim Entziffern alter Handschriften in Sütterlin und Kurrent, bei der historischen Recherche zu Personen, Orten und Ereignissen, bei der geschichtlichen Zuordnung und Datierung alter Fotografien, beim Erschließen historischer Hintergründe und beim Erstellen von Begleitdokumenten zu den Quellen.
Jedes KI-Ergebnis sollte geprüft werden. Fehler sind möglich — eine falsch entzifferte Stelle, eine verkehrte Datierung, eine fehlgeleitete Quellenangabe. Was die KI liefert, ist Ausgangspunkt, nie das letzte Wort.
Das eigentliche Recherchieren — Archive aufsuchen, mit Zeitzeugen sprechen, Briefe lesen, Belege prüfen, Zusammenhänge knüpfen — bleibt menschliche Arbeit. KI beschleunigt und ordnet; sie ersetzt nicht den eigenen Blick.
Inhalte, die mit Unterstützung von KI entstanden sind, sind im Archiv durchgängig als solche gekennzeichnet. Wer Fehler entdeckt, gibt bitte Bescheid — Korrekturen sind willkommen und werden eingearbeitet.
Das Familienarchiv läuft auf einem eigenen Server — keine Cloud, kein externer Anbieter. Die zentrale Anwendung ist Gramps Web, eine seit über zwei Jahrzehnten entwickelte Open-Source-Software für Familienforschung. Sie wird weltweit eingesetzt — vom privaten Familienforscher bis zur professionellen Genealogie, von Heritage-Centern und Archiven — und führt alle Personen, Familien, Ereignisse, Quellen und Medien zusammen.
Drumherum sorgen zwei weitere Werkzeuge für den Betrieb: Docker verpackt jedes Programm in eine eigene Box — alle Komponenten laufen unabhängig voneinander, ohne sich gegenseitig zu stören, und lassen sich einzeln aktualisieren. Caddy ist die Eingangstür ins Internet: Er nimmt jede Anfrage entgegen, sorgt für die verschlüsselte Verbindung (das kleine Schloss-Symbol im Browser) und leitet sie an Gramps Web weiter.
Open-Source-Werkzeuge mit Link zu den Projektseiten: Gramps Web, Docker, Caddy.
Werte ändern → die Zahlen auf der Seite aktualisieren sich live.
„Speichern" lädt eine fertige stats.json herunter,
die Du in den Web-Ordner kopierst.
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